Festplatten und SSDs erfüllen ähnliche Aufgaben, speichern Informationen aber auf unterschiedliche Weise. Bei der Außerbetriebnahme von IT-Systemen sollte der Datenträgertyp deshalb früh erfasst werden. So lässt sich das passende Verfahren für Löschung oder physische Vernichtung projektbezogen festlegen.
HDD und SSD unterscheiden
HDDs arbeiten mit magnetischen Speichermedien. SSDs speichern Daten elektronisch in Flash-Speicherzellen. Weitere Medien wie USB-Sticks oder Speicherkarten bringen eigene Bauformen und Anforderungen mit. Eine gemeinsame Inventarisierung verhindert, dass unterschiedliche Datenträger im Prozess verwechselt oder übersehen werden.
Vorgehen nach Schutzbedarf festlegen
Vor Projektbeginn sollten Unternehmen klären, ob Datenträger ausgebaut, sicher gelöscht oder physisch vernichtet werden. Maßgeblich sind Datenträgertyp, Schutzbedarf, Zustand und die vereinbarten Sicherheitsanforderungen. Bei hohen Anforderungen kann die physische Vernichtung der vorgesehene Weg sein.
Zuordnung und Dokumentation
Eine eindeutige Zuordnung verbindet Datenträger mit Standort, Gerät oder Projektposition. Seriennummernerfassung und dokumentierte Übergaben können die Nachvollziehbarkeit verbessern. Legen Sie vorab fest, welche Listen und Abschlussnachweise benötigt werden und in welchem Format diese bereitgestellt werden sollen.
Mehr zu den Möglichkeiten finden Sie auf den Seiten Festplattenvernichtung, SSD-, NVMe- und M.2-Vernichtung sowie sicheres Löschen von Datenträgern.
Vor der Aussonderung prüfen
- Sind alle Datenträger und Speicherorte erfasst?
- Ist für jeden Typ das vorgesehene Verfahren geklärt?
- Sind Ausbau und Übergabe eindeutig geregelt?
- Ist festgelegt, welche Nachweise benötigt werden?
